→ Der Minirock

Der Minirock ist wohl eines der bekanntesten Kleidungsstücke auf der Welt. Er hat die Mode, wie wir sie heute kennen, entscheidend mit geprägt. Er wurde zu Beginn der 60er Jahre von der britischen Modeschöpferin Mary Quant in die Modewelt eingeführt. Als die Vogue ihn dann 1962 abbildete, war sein Triumphzug nicht mehr aufzuhalten. Zunächst wurde er wegen seiner skandalösen Länge bzw. „Kürze“ nur von den wirklich Mutigen getragen, doch nach und nach wurde er salonfähiger.

Sogar das britische Königshaus lockerte als Reaktion auf diesen Modetrend seine strengen Kleidungsvorschriften und erlaubte nun auch Röcke, die sieben Zentimeter über dem Knie endeten. Mary Quant erhielt für ihre mutige Kreation 1966 übrigens den „Order of the British Empire“, zur Verleihung, die im Buckingham Palace stattfand, erschien sie selbstverständlich im Minirock.

Ein Minirock endet in der Regel mindestens zehn Zentimeter über dem Knie, heute sind die meisten Minis jedoch eher kürzer. In den 60ern war der Minirock noch eine Provokation, eine Möglichkeit für Frauen, sich gegen eine von Männern dominierte Welt aufzulehnen. Man brauchte und braucht auch heute noch eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein, um im Minirock lässig und entspannt zu wirken.

1968 erreichte der Minirock einen neuen Höhepunkt: Als „Mini-Mini“ wurde er nun so kurz getragen, dass das Höschen für alle sichtbar darunter hervorspitzelte. Dieser Trend konnte sich jedoch nicht wirklich lange halten, außer in HipHop-Videos sieht man so kurze Röcke heute nirgendwo mehr.

Miniröcke gibt es mittlerweile in allen Farben und Formen, von sehr sehr billig bis extrem teuer. Sogar in die Welt der Trachtenmode hat diese Rockart in Form eines Mini Dirndl schon Einzug gefunden. Sie werden von Frauen aus allen Schichten getragen. Allerdings sollte man sich ab einem gewissen Alter überlegen, ob man wirklich noch einen Minirock tragen möchte. Mit einer Strumpfhose oder Leggins werden die Minis nun sogar im Winter getragen und sind damit auch absolut alltagstauglich.